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Mittwoch, 21. Januar 2009

Männer von Heute


Heute während der Arbeit ist mir zum ersten Mal ganz bewußt aufgefallen, dass sich die Männer verändern. Gerade die jungen Männer (also so bis 30 Jahre) lassen mich immer wieder grübeln und erinnern mich an den netten Film mit Mel Gibson, wo schon der Titel irreführend sein kann: Was Frauen wollen. Irreführend weil ich mir überhaupt nicht sicher bin, ob da nun ein ?- oder ein !- Zeichen hinter steht.

Mal ganz ehrlich. Es ist ja schon einigermaßen lustig, sich vorzustellen, dass Männer sich die Beine mit Kaltwachs enthaaren. Aber wollen wir Frauen sowas wirklich???

Ich jedenfalls nicht. Ganz im Gegenteil! Es ist zwar nett, wenn Männer auf ihre äußere Erscheinung achten, keine Frage. Aber ich will keinen Mann mit epilierter Brust- / Beinbehaarung. Ich möchte auch keinen Mann, der morgens länger im Bad braucht als ich und der mehr Salben- und Cremetigel und -töpfchen sein eigenen nennt, als sie in meinem Schrank stehen.

Und noch viel weniger sprechen mich Männer an, die sich alle 4 Wochen zum Frisör begeben um sich ihre Haare, die bis zu den Schultern reichen, in schicke Großmutterdauerwellen legen lassen, um die Haarpracht dann wieder unter Wollmützen verschwinden zu lassen.

Und Haarreifen gehören für mich - wenn überhaupt - dann nur auf den Kopf von Frauen und keines Falls in eine wie auch immer geartete Männermähne.

Gibt es heute wirkich nur noch Männer, die metrosexuell sind? Wollen Frauen solche Männer, die Angst haben, den Einkauf aus dem Auto nach oben zu tragen, weil sie sich ihre fein manikürten Fingernägel abbrechen könnten?

Was ist bloß aus den richtigen Männern geworden, die auf die Jagd gingen, ihre Familien ernährten und dabei auf männliche Art gut aussahen?
Männer, die keine Mühen scheuten und für ihre Herzdamen Drachen töteten?
Männer, die den lieben langen Tag im Sattel saßen, unter freiem Himmel mit dem Kopf auf ihren Sätteln schliefen und in Stiefeln starben?

Eigentlich reicht es doch vollkommen aus, wenn Frauen zwölf verschiedene Lippenstifte ihr eigenen nennen und sich mit den Worten: "Ich gehe mir mal eben die Nase pudern." aufs Klo verziehen.

Bei Männern hört es sich nur lächerlich an, wenn sie "mal eben den Lidstrich nachziehen" gehen...

Ich glaube, Ina Deter wird wieder aktuell:
Neue Männer braucht das Land!



- in: Tintagel 372 mal gelesen
Geli (Gast) - 22. Jan, 13:52

die alten brauchts aber auch nicht mehr...

Ich muss sagen, dass ich die MItte ganz gut finde. Männer, die nur nach Schweiß riechen und unter deren Fingernägeln auch Blumen gepflanzt werden könnten, sind absolut out. Aber ebenso die, die mehr Kosmetika haben und geschminkt sind, das geht gar nicht.

Ich glaube, den heutigen Männern fällt viel schwerer, gemütsmäßig die richtige Rolle einzunehmen als äußerlich. Sollen sie Softies sein oder Machos? Sollen sie verständnisvoll oder cool sein?

Ein gute Mischung machts, ganz einfach. Dann dürfen die Finger auch manikürt sein, aber wehe, da ist irgendwo Schminke im Gesicht, da graust es mir auch.

Tintagel - 22. Jan, 17:14

Nein, einen Keulenschwingenden Höhlenmenschen brauche ich auch nicht. Ein bißchen zvilisiert sollte er schön sein.

Aber gegen einen netten Cowboy hätte ich nichts einzuwenden. Die dürften wegen mir auch nach Pferd und Arbeit riechen, das gefällt mir besser als das, was ich mir gestern ansehen durfte ;).

Was die Frage Macho oder Softie angeht: Dann lieber den Macho. Damit komme ich besser klar als mit der verweichlichten Sorte.
SilkeST - 26. Jan, 16:26

Wie war wie war

Hall Vanessa!

Du bringst es auf den Punkt. Wenn Mönner anfangen sich die Augenbrauen zu zuzupfen, sich im Intimbereich und an den Beinen zu rassiere ist echt alles zu spät!
Wo sind die Männer die noch als das "harte" Geschlecht gelten??

Gruß SilkeS.

Tintagel - 26. Jan, 19:31

Ja, die Männer hätte ich auch gerne wieder. So richtige Naturburschen... *seufz*

Dante Milano - 18. Feb, 09:06

Echte Männer

Liebe Tintagel,

Gegenfrage: Wären Frauen von heute bereit, wieder die Frauen von früher zu werden?

Du fragst: Was ist bloß aus den richtigen Männern geworden, die auf die Jagd gingen, ihre Familien ernährten und dabei auf männliche Art gut aussahen?
Männer, die keine Mühen scheuten und für ihre Herzdamen Drachen töteten?
Männer, die den lieben langen Tag im Sattel saßen, unter freiem Himmel mit dem Kopf auf ihren Sätteln schliefen und in Stiefeln starben?

...sie starben, als Frauen anfingen zu arbeiten und sich ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren konnten.
...sie starben, als man sie nur noch zur Fortpflanzung brauchte - und theoretisch nicht einmal mehr das.
...sie starben, als Frauen anfingen sie anzubrüllen, sie kämen ganz gut alleine zurecht und könnten auch die Türen selbst öffnen etc.
...sie starben, als die Frauen aufhörten, Frauen zu sein, die solche Männer wollten.

Meines Erachtens verwechseln die Leute noch immer Gleichberechtigung mit Gleichwertigkeit. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Ich bin natürlich nicht gegen die Emanzipation der Frau; es ist gut, dass sie wählen darf; es ist gut, dass sie arbeiten darf; es ist ebenso gut, dass sie eine Ausbildung machen kann; und es ist auch gut, dass sie nicht mehr unterdrückt wird.

Ich wundere mich ein wenig über manche Frauen, die sich beschweren, die Männer von heute wären nicht mehr das, was sie einmal waren (ich meine jetzt nicht explizit dich :-) ).
Viele Frauen von heute sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Viele sind mittlerweile so emanzipiert, dass sie Männer gar nicht mehr brauchen für das Überleben... Und was tut man, wenn einer einen nicht mehr braucht? Man wendet sich entweder von ihm ab oder man versucht ihm wieder näher zu kommen. Sogesehen geschieht jetzt genau das, was vor vielen Jahren passierte, als die Frau sich aufmachte, so zu werden wie ein Mann: Nun versucht der Mann zu werden, wie eine Frau. (Stichwort: Metrosexuelle, die mehr über Cremes & Co wissen als manche Frau)

Warten wir einfach noch ein paar Jahrzehnte, dann ist wieder alles im Lot: Die Frauen sind dann die Männer und die Männer die Frauen. Die zukünftigen Kinder werden in künstlichen Plazentas geboren, die - je nachdem, wer Zeit hat (und das werden wohl die Männer sein, da die Frauen mittlerweile bessere Ausbildungen erhalten) - künstlich eingesetzt werden, bis es zur genetischen Mutation kommt und nur noch die Männer Kinder bekommen können. Dann haben wir wieder eine ausgeglichene Rollenverteilung und warten darauf, dass die Männer sich ihrer Wurzeln besinnen, "Mann-zipieren" und der ganze Spaß von vorne beginnt.

Abgesehen davon sollte man nicht vergessen, was für Männer das waren, denen man heute nostalgisch hinterherweint: Sie waren oft Monatelang nicht zu Hause, hielten nichts von Kindermiterziehung oder dem "sich-in-den-Haushalt-einbringen", kommandierten ihre Frauen willkürlich herum, nahmen sich, was sie wollten ohne zu fragen (und die Frau hatte keine Rechte, sich dagegen zu wehren) und waren nicht selten einfach nur Machos ihrer Zeit. Ist es das, was wir wollen? Ich glaube nicht. Ein goldener Mittelweg wäre ideal. Aber dazu müssen wir wahrscheinlich erst einmal durch die Emanzipation des Mannes durch - abwarten und Tee trinken. Und in der Zwischenzeit viel Diana Gabaldon, Moning & Co lesen...

Herzlichst
Dante Milano

Hoshi - 25. Apr, 10:59

Wir Frauen sind schon komisch. Wir behandeln Männer wie eine Tasse Kaffee. Schütten Zucker rein, weil er nicht süß genug ist. Ne Portion Milch kommt hinzu und was ist dann... dann wundern wir uns, dass er nur noch lauwarm ist!

*ggg* ;-)))
JED (Gast) - 15. Mrz, 09:37

Ganz widerlich

finde ich ja die, die sich die Augenbrauen in einem unglaublich weiblichen Bogen zupfen. Da bekomme ich wirklich das kalte Grauen!

Liebe Grüße,

JED (die gerade über Melli zu Dir gefunden hat :o))) Komme jetzt bestimmt öfters!

Dante Milano - 13. Jun, 12:38

@Hoshi - Wie treffend! :-)


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